
Betreibt Living History seit Anfang der 2000er Jahre, zunächst im Frühmittelalter und Römische Kaiserzeit, mit einigen Nebendarstellungen wie Jungneolithikum und die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Seit den 2010er Jahren ist er im Spätmittelalter mit den Hauptdarstellungen als wehrpflichtiger Bürger mit Pflichtbewaffung, als Büchsenschütze, Büchsenmeister, Mienenräumer, Kriegsfeuerwerker, Grenadier, Schützenmeister der Hamburger Aufgebote, Weltgeistlicher und Pilger aktiv.
Bewaffneter Bürger der Stadt Hamburg als Büchsenschütze mit Kastenbrust.
Rüstzeug und Bewaffnung für das späte 15. Jahrhundert orientieren sich an den städtischen Vorgaben für Kaufleute oder Handwerksmeister.1) Die Ausrütung besteht aus Eisenhut, Ringpanzerragen, Krebs, Hentzsen, Langem Messer als Seitenwehr und verschiedenen Büchsen. Es handelt sich um persönliche Pflichtausrüstung die in jungen Jahren angeschafft und erst auf ausdrückliche Aufforderung des ehrbaren Rates hin modernisiert wurde, da der Rat in seinen Erlassen zunächst keine genaueren Vorgaben zu Ausführung und Aktualität der Ausrüstung machte, und dies erst jahre später korrigerte.2) Die Kastenbrust wurde nach einer um 1430 datierten Statue des Hl. Mauritius in der Stiftskirche des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Fröndenberg (Westfalen) rekonstruiert.3)
Mienenräumer mit Eisensohlen, Rechen und Korb zum Aufspüren und Räumen von Fußangeln und Krähenfüßen auf Aufmarschfeldern.4)
Siehe hierzu auch: Fußangeln
Einzelnachweise
- Bolland (1960)
- Bolland (1960): 134,13
- Krone und Schleier (2005), Seite 356, Katalog Nr. 238
- Franzkowiak (2025)
Foto: Isis Sturtewagen, Chris Wenzel, Andreas Vollborn-Rahn